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Supply Chain

Lieferkettensicherheit nach NIS2

NIS2 macht die Sicherheit Ihrer Dienstleister zu Ihrer Verantwortung — und Ihre eigenen Kunden geben die Anforderungen an Sie weiter.

Ihre Vorteile

Lieferantenmanagement, das in beide Richtungen wirkt

Anforderungen an Ihre Dienstleister — und belastbare Antworten für Ihre Kunden

Inventar mit Kritikalität
Welcher Dienstleister hat welchen Zugriff auf welchen Prozess — und wie schnell wäre er ersetzbar. Die Grundlage jeder weiteren Entscheidung.
Anforderungen im Vertrag
Sicherheitsanforderungen, Melde- und Informationspflichten, Auditrechte, Unterauftragnehmer und Datenstandort — als verwendbare Vertragsbausteine.
Prüftiefe nach Risiko
Zertifikate, Prüfberichte und Pentests werden dort verlangt und geprüft, wo die Kritikalität es rechtfertigt — nicht pauschal bei allen.
Cloud und Konzentrationsrisiko
Abhängigkeit von einzelnen Anbietern, Portabilität und Exit-Optionen realistisch bewertet, bevor sie im Ernstfall relevant werden.
Antwortfähigkeit nach außen
Ein gepflegter Antwortkatalog für eingehende Kundenfragebögen — einmal sauber erstellt, danach nur noch gepflegt.
Eine Bewertung, mehrere Zwecke
Dieselbe Lieferantenbewertung bedient NIS2, ISO 27001 und die Auftragsverarbeitung nach DSGVO.
Die Ausgangslage

Die Angriffsfläche endet nicht am eigenen Netz

Kaum ein Unternehmen kann auf Anhieb sagen, welche Dienstleister Zugriff auf welche Systeme und Daten haben. Fernwartungszugänge aus alten Wartungsverträgen, Cloud-Dienste, die eine Fachabteilung selbst beschafft hat, Dienstleisterkonten ohne Ablaufdatum — das sind die Fälle, die in der Inventarisierung regelmäßig auftauchen.

Gleichzeitig steigt der Druck von der anderen Seite: Betroffene Einrichtungen sind verpflichtet, die Sicherheit ihrer Lieferkette zu steuern, und geben die Anforderungen vertraglich weiter. Für viele mittelständische Unternehmen ist genau das der reale Auslöser — nicht die Behörde, sondern der Kunde, der einen Sicherheitsfragebogen schickt und Nachweise sehen will.

Beides lässt sich mit derselben Struktur bedienen. Wer seine Lieferanten sauber bewertet, hat die Belege für die eigenen Antworten bereits beisammen.

Leistungsbereiche

Was wir aufbauen

Vom Inventar bis zum Reviewturnus — abgestuft nach Kritikalität

Lieferanteninventar

Erfassung aller Dienstleister mit Zugriff auf Systeme, Daten oder Räumlichkeiten — inklusive der übersehenen Wartungszugänge.

Kritikalitätsklassen

Einstufung nach Prozessbezug, Zugriffstiefe, Datenkategorien und Ersetzbarkeit, mit definierten Anforderungen je Klasse.

Vertragsanforderungen

Sicherheitsklauseln, Meldepflichten bei Vorfällen, Auditrechte und Regelungen zu Unterauftragnehmern.

Due Diligence

Fragebögen und Nachweisprüfung vor Beauftragung — abgestuft, damit der Aufwand zur Kritikalität passt.

Laufende Reviews

Reviewturnus je Klasse, Nachhalten von Zertifikatsablauf und Auffälligkeiten aus dem Betrieb.

Exit und Portabilität

Was passiert bei Ausfall oder Kündigung — Ausweichoptionen, Datenrückgabe, getestete Exit-Szenarien für kritische Anbieter.

Leistungsumfang

Was wir liefern

  • Lieferanteninventar mit Kritikalitätsklassen
  • Anforderungskatalog je Kritikalitätsklasse
  • Vertragsbausteine für Sicherheits-, Melde- und Auditanforderungen
  • Fragebogen- und Prüfverfahren mit Bewertungsmaßstab
  • Reviewplan mit Turnus und Verantwortlichen
  • Bewertung von Konzentrations- und Exit-Risiken
  • Antwortkatalog für eingehende Kundenfragebögen
Der Ablauf

So arbeiten wir

01

Inventarisieren

Erfassung aller Dienstleister — aus Verträgen, Buchhaltung, Zugriffsverwaltung und den Fachbereichen. Erfahrungsgemäß findet sich hier mehr, als bekannt war.

02

Bewerten

Einstufung nach Kritikalität und Ableitung der Anforderungen je Klasse.

03

Verankern

Überführung der Anforderungen in Verträge und Beschaffungsprozesse, damit neue Dienstleister von Anfang an richtig eingebunden werden.

04

Prüfen

Nachweise anfordern und bewerten, Lücken dokumentieren, Maßnahmen mit dem Anbieter vereinbaren.

05

Nachhalten

Reviewturnus etablieren und Ablaufdaten von Zertifikaten und Prüfberichten überwachen.

FAQ

Häufige Fragen

Wie tief muss die Lieferkette betrachtet werden?

Das BSIG adressiert die Sicherheit in der Lieferkette und die Beziehungen zu unmittelbaren Anbietern und Dienstleistern. Der direkte Vertragspartner steht also im Vordergrund. Unterauftragnehmer werden nicht ignoriert, sondern über vertragliche Anforderungen an Ihren Anbieter gesteuert.

Müssen wir jeden Dienstleister auditieren?

Nein, das wäre weder verhältnismäßig noch leistbar. Die Prüftiefe richtet sich nach Kritikalität: Für die meisten Anbieter genügen Selbstauskunft und vorhandene Zertifikate, für wenige kritische sind Prüfberichte oder ein eigenes Audit angemessen.

Unsere Kunden schicken laufend Sicherheitsfragebögen — hilft das auch dabei?

Ja, und das ist für viele Unternehmen der spürbarere Nutzen. Dieselbe Struktur, mit der Sie Ihre Lieferanten bewerten, liefert die Belege für Ihre eigenen Antworten. Ein gepflegter Antwortkatalog reduziert den Aufwand je Fragebogen erheblich.

Was ist mit Cloud-Diensten?

Cloud-Anbieter sind Dienstleister wie andere auch — mit zwei Besonderheiten: Verhandlungsspielraum bei Verträgen ist meist gering, und das Konzentrationsrisiko ist höher. Beides gehört ausdrücklich in die Bewertung, statt es als gegeben hinzunehmen.

Lesetipp: Was NIS2 konkret zur Lieferkette verlangt, fasst unser Glossareintrag zur Lieferkettensicherheit zusammen. Welche Fragen an Lieferanten tatsächlich etwas belegen, zeigt derNIS2-Lieferantenfragebogen.

Wissen, wer Zugriff hat

Wir starten mit der Inventarisierung — erfahrungsgemäß die Phase mit den meisten Überraschungen.

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