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BSI-Standard 200-4

BCM & Notfallmanagement für NIS2

Ein Notfallkonzept ist so viel wert wie sein letzter Test. Wir bauen ein BCMS, das im Ernstfall benutzt wird — und üben es, bevor es gebraucht wird.

Ihre Vorteile

Was ein tragfähiges BCM ausmacht

Von der Geschäftstätigkeit her gedacht, nicht von der Systemliste

Wiederanlaufziele, die begründet sind
Die Business-Impact-Analyse leitet Ausfallzeiten aus der Geschäftstätigkeit ab — nicht aus dem Wunschdenken der IT.
Stufenmodell nach 200-4
Reaktiv-Schnellstart für schnelle Handlungsfähigkeit, Aufbau- und Standard-Stufe für ein vollständiges Managementsystem.
Ein Krisenstab, nicht zwei
Cyber-Lagen und physische Notfälle laufen über dieselbe Struktur. Zwei parallele Krisenstäbe blockieren sich im Ernstfall.
Pläne, die benutzbar sind
Kurze Handlungsanweisungen für die ersten dreißig Minuten statt eines Handbuchs, das im Ernstfall niemand aufschlägt.
Geübt statt geschrieben
Tabletop-Übungen und Wiederanlauftests mit dokumentierter Auswertung — der Nachweis, den Aufsicht und Auditor sehen wollen.
Anschluss an NIS2
Aufrechterhaltung des Betriebs, Backup-Management und Krisenmanagement sind ausdrücklich Teil des § 30 BSIG.
Die Ausgangslage

Warum Notfallpläne im Ernstfall liegen bleiben

Notfallpläne existieren in vielen Häusern. Sie stammen aber aus einer anderen IT-Landschaft, benennen ausgeschiedene Personen und wurden nie unter Zeitdruck erprobt. Im Ernstfall entscheidet nicht der Plan, sondern ob die Beteiligten wissen, was sie in den ersten dreißig Minuten tun.

Der zweite häufige Fehler ist die Reihenfolge: Es wird zuerst überlegt, welche Systeme wiederhergestellt werden sollen, statt zu klären, welche Geschäftsprozesse wie lange stillstehen dürfen. Ohne diese Ableitung fehlt die Begründung für jede Investition in Redundanz — und für jeden bewussten Verzicht darauf.

Wir setzen deshalb auf dem auf, was bei Ihnen gelebt wird: vorhandene Alarmpläne, Krisenstrukturen aus dem Qualitätsmanagement, bestehende Bereitschaften. Ein zweiter Krisenprozess daneben ist der sicherste Weg, im Ernstfall beide zu lähmen.

Leistungsbereiche

Was wir aufbauen

Einzeln beauftragbar oder als vollständiges Managementsystem

Business-Impact-Analyse

Kritische Prozesse, Abhängigkeiten, maximal tolerierbare Ausfallzeit und Wiederanlaufziele je Prozess.

Kontinuitätsstrategien

Redundanz, Ausweichverfahren, manuelle Notbetriebe und Wiederbeschaffung — je nach Kritikalität und Budget.

Notfallkonzept

Auslösekriterien, Alarmierung, Eskalation und Zuständigkeiten in einer Form, die unter Druck funktioniert.

Wiederanlaufpläne

Technische Wiederanlaufreihenfolge mit Abhängigkeiten — damit nicht die Anwendung vor der Datenbank startet.

Krisenkommunikation

Interne und externe Kommunikation, Sprachregelungen und Erreichbarkeiten, auch wenn die eigene Infrastruktur betroffen ist.

Übungen & Tests

Tabletop mit der Geschäftsleitung, Wiederherstellungstests und Auswertung mit Verbesserungsmaßnahmen.

Leistungsumfang

Was wir liefern

  • Business-Impact-Analyse mit Wiederanlaufzielen je kritischem Prozess
  • Notfallkonzept mit Auslösekriterien und Eskalationswegen
  • Wiederanlaufpläne mit dokumentierter Reihenfolge und Abhängigkeiten
  • Krisenorganisation mit Rollen, Alarmierung und Vertretungen
  • Konzept für die Krisenkommunikation nach innen und außen
  • Durchgeführte Übung mit Auswertung und Maßnahmenliste
  • Übungs- und Testnachweise für Audit und Aufsicht
Der Ablauf

So arbeiten wir

01

Erhebung & BIA

Strukturierte Aufnahme der Geschäftsprozesse, ihrer Abhängigkeiten und Ressourcen. Bewertung von Auswirkung und tolerierbarer Ausfallzeit.

02

Strategie

Festlegung der Kontinuitätsstrategie je kritischem Prozess — und der bewussten Entscheidung, wo kein Aufwand getrieben wird.

03

Konzepte & Pläne

Notfallkonzept, Wiederanlaufpläne, Alarmierung, Eskalation und Krisenkommunikation.

04

Übung

Tabletop mit der Geschäftsleitung und technische Wiederanlauftests, danach Nachschärfung der Pläne.

05

Regelkreis

Turnus für Aktualisierung, Übung und Überprüfung, damit die Pläne mit der Umgebung mitwachsen.

FAQ

Häufige Fragen

Wir können im laufenden Betrieb nicht testen — was dann?

Das ist bei Durchlaufproduktion und in der Versorgung die Regel. Reale Störungen lassen sich unter bestimmten Voraussetzungen als Übungsnachweis verwenden, wenn sie strukturiert ausgewertet und dokumentiert werden. Das entlastet die Übungsplanung erheblich, ersetzt aber nicht jede geplante Übung.

Verlangt NIS2 ein BCM?

Das BSIG nennt in § 30 ausdrücklich die Aufrechterhaltung des Betriebs, Backup-Management, Wiederherstellung nach einem Notfall und Krisenmanagement. Ein bestimmter Standard wird nicht vorgeschrieben — der BSI-Standard 200-4 ist aber die naheliegende Struktur, um diese Anforderungen nachweisbar zu erfüllen.

Reicht ein Backup-Konzept nicht aus?

Nein. Ein Backup beantwortet, ob Daten wiederherstellbar sind. BCM beantwortet, wie das Geschäft weiterläuft, während sie es nicht sind — mit welchen Notbetrieben, in welcher Reihenfolge und wer währenddessen entscheidet.

Wie lange dauert ein BCMS-Aufbau?

Der Reaktiv-Schnellstart schafft in wenigen Wochen Handlungsfähigkeit für die kritischsten Prozesse. Ein vollständiges BCMS nach 200-4 ist ein Projekt von mehreren Monaten, dessen Dauer vor allem von der Verfügbarkeit Ihrer Fachbereiche für die Business-Impact-Analyse abhängt.

Was ist der Unterschied zu ISO 22301?

Beide beschreiben ein Managementsystem für Betriebskontinuität. Der BSI-Standard 200-4 ist stärker auf den deutschen Kontext und die Verzahnung mit dem IT-Grundschutz ausgerichtet und bietet mit dem Stufenmodell einen pragmatischeren Einstieg. Zertifizieren lässt sich nach ISO 22301.

Lesetipp: Wie physische Resilienz und Cyber-Sicherheit zusammenspielen, zeigt unsere Seite zum KRITIS-Dachgesetz.

Erst üben, dann brauchen

Sagen Sie uns, welche Prozesse bei Ihnen nicht stillstehen dürfen. Wir schlagen den passenden Einstieg vor.

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