Risikoanalyse und Sicherheitskonzepte
„Konzepte in Bezug auf die Risikoanalyse und auf die Sicherheit in der Informationstechnik“
Die Einrichtung muss begründen können, warum sie genau diese Maßnahmen ergreift — und keine anderen.
Organisatorisch
- Eine verabschiedete Informationssicherheitsleitlinie, die von der Geschäftsleitung getragen wird
- Eine dokumentierte Methodik, nach der Risiken bewertet werden — Skalen, Kriterien, Akzeptanzschwellen
- Ein gepflegtes Risikoregister mit Eigentümer, Bewertung, Maßnahme und Restrisiko je Eintrag
- Eine festgelegte Wiederholung: mindestens jährlich und bei wesentlichen Änderungen
Technisch
- Vollständige Inventarisierung der Informationswerte, ohne die eine Risikoanalyse ins Leere läuft
- Abbildung der Abhängigkeiten zwischen Systemen, Prozessen und Dienstleistern
- Werkzeuggestützte Nachverfolgung der Maßnahmen statt einer Tabelle ohne Historie
Nachweise, die eine Prüfung sehen will
- Freigegebene Leitlinie mit Datum und Unterschrift
- Risikoregister in zwei Versionsständen, aus denen die Fortschreibung erkennbar ist
- Protokoll der Risikobewertung mit Teilnehmenden
- Dokumentierte Risikoakzeptanz der Geschäftsleitung für bewusst getragene Restrisiken
- Verantwortung
- Geschäftsleitung (Umsetzung und Überwachung nach § 38), ISB (Durchführung)
- Häufigster Fehler
- Das Risikoregister existiert, wurde aber seit der Ersterstellung nicht fortgeschrieben. Ein Register ohne zweiten Versionsstand belegt keinen Prozess, sondern ein einmaliges Projekt.
- Anhaltspunkt ISO 27001
- ISO/IEC 27001:2022 Klausel 6.1.2 und 6.1.3, Anhang A 5.1