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ISO/IEC 42001

KI-Managementsystem nach ISO 42001

Wer KI einsetzt, braucht Governance dafür. ISO/IEC 42001 liefert die Struktur — und lässt sich in ein bestehendes ISMS integrieren, statt daneben aufgebaut zu werden.

Ihre Vorteile

Warum integriert statt eigenständig

Ein zweites Managementsystem will niemand betreiben

Integriert statt daneben
Besteht bereits ein ISO-27001-ISMS, nutzen wir die gemeinsamen Strukturen — Dokumentenlenkung, Audits und Review existieren dann schon.
KI-Inventar zuerst
Bevor Regeln entstehen, klären wir, welche KI-Systeme tatsächlich im Einsatz sind — inklusive der Werkzeuge, die Fachbereiche selbst beschafft haben.
38 Controls mit SoA-Logik
Der Annex A der Norm mit begründeter Anwendbarkeitsentscheidung je Control — dieselbe Systematik, die Sie aus dem ISMS kennen.
Rollen entlang der Wertschöpfung
Entwickeln, betreiben, einkaufen oder nur nutzen — die Pflichten unterscheiden sich erheblich je nach Rolle.
AI Act nüchtern eingeordnet
Wir zeigen, wo die Norm bei der Umsetzung des EU AI Act trägt und wo nicht — ohne eine Vermutungswirkung zu behaupten, die es nicht gibt.
Zertifizierbar aufgesetzt
Das System wird so gebaut, dass eine spätere Zertifizierung möglich ist, ohne dass Sie sich darauf festlegen müssen.
Die Ausgangslage

KI ist längst im Einsatz — nur selten dokumentiert

In den meisten Unternehmen wird KI bereits genutzt: in der Textverarbeitung, im Kundenservice, in Auswertungen, in Entwicklungswerkzeugen. Was fehlt, ist die Übersicht — welche Systeme laufen wo, mit welchen Daten, mit welcher Freigabe und mit welcher Verantwortung im Fall eines Fehlers.

ISO/IEC 42001 beschreibt dafür ein Managementsystem in derselben Struktur, die Sie von der ISO 27001 kennen: Kapitel 4 bis 10 plus ein Annex A mit Controls. Wer bereits ein ISMS betreibt, kann große Teile mitnutzen — Dokumentenlenkung, interne Audits, Management-Review und Verbesserungsprozess existieren dann schon.

Wichtig ist die nüchterne Einordnung zum EU AI Act. Die Norm ist eine belastbare Grundlage, ersetzt aber keine Prüfung der rechtlichen Anforderungen im Einzelfall. Wir sagen an jeder Stelle, was die Norm leistet und was nicht.

Leistungsbereiche

Was wir aufbauen

Eigenständig oder als Erweiterung Ihres bestehenden Managementsystems

Kontext und Anwendungsbereich

Einsatzfelder, betroffene Stakeholder, Rollen entlang der KI-Wertschöpfungskette und Abgrenzung des Systems.

KI-Inventar

Welche Systeme, mit welchem Zweck, auf welchen Daten, mit welcher Freigabe und welcher Verantwortung.

KI-Politik und Governance

Ziele, Rollen, Freigabe- und Bewertungsverfahren sowie der Umgang mit Auswirkungen auf betroffene Personen.

Risiko- und Auswirkungsbetrachtung

Methodik für KI-spezifische Risiken und die Bewertung von Auswirkungen — über die klassische Informationssicherheit hinaus.

Annex-A-Controls

Umsetzung der anwendbaren Controls mit Nachweisen und begründeter Erklärung zur Anwendbarkeit.

Betrieb und Verbesserung

Überwachung, interne Audits, Management-Review und kontinuierliche Verbesserung im Regelkreis.

Leistungsumfang

Was wir liefern

  • KI-Inventar mit Zweck, Datengrundlage und Verantwortlichkeiten
  • Gap- und Readiness-Bewertung entlang der Kapitel 4 bis 10
  • KI-Politik und Governance-Struktur mit Rollen und Freigabewegen
  • Control-Katalog mit Mapping zu ISO 27001
  • Erklärung zur Anwendbarkeit über die Controls des Annex A
  • Verfahren für Auswirkungsbewertung und Freigabe neuer KI-Anwendungen
  • Readiness für eine spätere Zertifizierung
Der Ablauf

So arbeiten wir

01

Kontext & Inventar

Einsatzfelder, Rollen, betroffene Daten und Stakeholder erheben — und feststellen, welche KI bereits produktiv läuft.

02

Gap & Readiness

Reifegrad entlang der Normkapitel und Annex-A-Gruppen mit Lücken und Empfehlungen.

03

Governance

KI-Politik, Ziele, Rollen, Freigabe- und Bewertungsverfahren festlegen und verankern.

04

Controls & SoA

Anwendbare Controls umsetzen, Nachweise aufbauen, Anwendbarkeitserklärung begründen.

05

Betrieb

Überwachung, interne Audits, Management-Review und kontinuierliche Verbesserung.

FAQ

Häufige Fragen

Macht uns ISO 42001 AI-Act-konform?

Nein. Die Norm ist eine starke Grundlage, insbesondere für die Anforderungen an ein Qualitätsmanagementsystem, entfaltet aber keine Vermutungswirkung für die Konformität mit dem EU AI Act. Eine harmonisierte Norm, die diese Wirkung hätte, liegt derzeit nicht vor. Wer Ihnen das anders darstellt, verkürzt.

Wir haben ein ISO-27001-ISMS — was kommt dazu?

Deutlich weniger, als viele erwarten. Managementsystem, Dokumentenlenkung, interne Audits und Management-Review bestehen bereits und werden mitgenutzt. Hinzu kommen die KI-spezifische Governance, das KI-Inventar, die Auswirkungsbetrachtung und diejenigen Controls, die im ISMS keine Entsprechung haben.

Lohnt sich das ohne Zertifizierungsabsicht?

Häufig ja. Der praktische Nutzen entsteht schon durch das Inventar und die Freigabeverfahren: Viele Unternehmen wissen nicht, welche KI-Werkzeuge in Fachbereichen im Einsatz sind und mit welchen Daten sie arbeiten. Das zu klären ist unabhängig von jeder Norm sinnvoll.

Was hat das mit NIS2 zu tun?

Direkt wenig — NIS2 adressiert Cybersicherheit, nicht KI-Governance. Indirekt viel: KI-Systeme sind Informationssysteme, laufen häufig bei Dienstleistern und verarbeiten sensible Daten. Damit fallen sie unter Ihr Risikomanagement, Ihre Lieferantensteuerung und Ihre Zugriffskontrolle.

Lesetipp: Wie ein Managementsystem nach ISO 27001 aufgebaut wird, beschreibt unsere Leistungsseite zum ISMS-Aufbau.

Erst wissen, was läuft

Wir starten mit dem KI-Inventar. Das allein bringt in den meisten Häusern schon mehr Klarheit als jede Richtlinie.

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